farbwelt

Kinder auf Spurensuche

Schule früher und heute

Fünftklässler haben alte Leute über deren weit zurückliegende Schulzeit befragt. Sie machten die Erfahrung, dass alle gerne von ihrer Schulzeit erzählen und noch erstaunlich viel darüber wissen.

Herr Berger, 82-jährig

«Jede Woche mussten wir ein Diktat schreiben. Man musste sehr schön schreiben, sonst bekamen wir Schläge mit dem Lineal auf die Finger. Lesen war auch ein Fach, wir mussten dabei laut aus immer dem gleichen Buch vorlesen. Die Geschichten waren nicht sehr spannend. Sie handelten oft von vorbildlichen Kindern, die belohnt wurden, und von bösen Buben, die bestraft wurden. Das Mathbuch hatte keine Bilder, es war schwarz-weiss und hatte nur Bigeli drin, die wir schriftlich rechnen mussten.»

Schülerstimmen

Frau Zurbrügg, 78-jährig

«Es gab in unserem Schulhaus ein lautes Lüti, das der Lehrer nach der Pause von Hand klingelte. Dabei waren die Pausen mal länger, mal kürzer. In der Pause spielten die Knaben Fussball und wir Mädchen Hüpfspiele und Versteckis. Am Morgen begannen wir immer mit einem Schulgebet und in der Pause gab es Pausenmilch. Die Milch kostete einen Franken pro Woche. Am Samstagmorgen hatten wir auch Schule.»

Frau Neuenschwander, 86-jährig

«Wir hatten einen sehr strengen, aber gerechten Lehrer. Es gab aber oft Strafen, schon nach dem kleinsten Vorfall: Mit dem Lineal auf die Finger schlagen, Ohrfeigen, mit der Rute auf den Kopf schlagen oder Ziehen an den Ohren und Haaren. Einmal wurde ein Schüler auch in den finsteren Keller gesperrt. Eine beliebte Strafe war auch eine Seite lang immer das gleiche Wort schreiben.»

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